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Trialog und Medienworkshop: Verschiedene Perspektiven auf den Nahostkonflikt

  • 2. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

„Hey, wir beide haben doch nichts mit dem Konflikt zu tun, lass uns Freunde sein“ – 

Ja, warum eigentlich nicht? Einfache Worte, die es schafften, Verbindungen zwischen israelischen und palästinensischen Kindern aufzubauen – dort, wo es vorher nur ein „Wir“ und ein „Die Anderen“ gab. Worte, die zum Nachdenken anregen.

Tagtäglich sehen wir, wie Fronten sich verhärten, wie ein Austausch immer schwieriger wird, wie sogar Familien sich entfremden, obwohl doch eigentlich alle „Wir Menschen“ sind.



Aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachteten wir am Dienstag, den 05.05.2026, beim „Trialog“ den Nahostkonflikt. Teilgenommen haben – wie der Name Trialog bereits verrät – drei Parteien: Dana Tzabary, Malik Altori und als drittes eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der EF und Q1. Was wir dabei erfahren durften, war nicht - wie so oft - ein Streitgespräch, sondern ein Versuch der Annäherung, ein offener Raum für Emotionen und verschiedene Sichtweisen, ein Gespräch mit Verständnis, Respekt und einem umfassenderen Blick auf die Komplexität der Verbindungen zwischen Israel und Palästina.

Zunächst begannen wir mit ein paar Einstiegsfragen, um erste Assoziationen und Vorwissen zu sammeln. Anschließend stellten sich die beiden Veranstalter*innen vor und teilten ihre persönlichen Geschichten und Relationen zu Israel und Palästina. 

Besonderer Weise wurde im folgenden Programmpunkt ein völlig anderer Zugang gewählt, um vertiefender in den Austausch zu gelangen: Wo in Podiumsdiskussionen oder Fernseh-Talkshows eine klare Positionierung und Argumente gefordert werden, sollten wir nun mithilfe von Emotionskarten über unsere Gefühle in Bezug auf den Nahostkonflikt sprechen. Ein Zugang, der für Verständnis sorgen, vielleicht sogar Verbindungen schaffen kann. Denn wo sich zwei Fronten verhärten, fühlen sich nicht häufig beide Seiten im Grunde verletzt?Im Anschluss fand eine längere, offene Fragerunde statt, die durch eine rege Beteiligung sowie einen sehr konstruktiven Austausch auf Augenhöhe geprägt war.


Nach der Mittagspause folgte der zweite Teil der Veranstaltung, bestehend aus einem Workshop zu den Themen „Fake News, Social Media & Israel-Palästina“. Dabei blickten wir zunächst auf verschiedene Informationsquellen wie Nachrichtensender, soziale Medien oder Gespräche im sozialen Umfeld und teilten unsere Erfahrungen und Ansichten. Wieder gab es kein „Richtig“ oder „Falsch“, sondern es ging primär darum, ins Gespräch zu kommen und Bewusstsein zu schaffen, denn letztlich ist es bei jeder Quelle wichtig, kritisch zu hinterfragen und möglichst verschiedene Sichtweisen zu betrachten. Zudem ging es auch in diesem Workshop vorrangig um Verständnis, denn die Gefahr von Falschinformationen oder gezielter Manipulation ist heutzutage besonders groß, sodass unterschiedliche „Informationsblasen“ für Spaltung und Konflikte sorgen können.

Nachdem noch ein Fakten-Quiz mit (für mich persönlich) vielen neuen Informationen durchgeführt worden war, wurden wir zum Abschluss gebeten, Lösungsmöglichkeiten aufzuschreiben. Natürlich konnte es an dieser Stelle nicht das Ziel sein, eine Lösung für den Nahostkonflikt zu finden oder Falschinformationen völlig zu verhindern, allerdings entsprangen daraus viele Ideen für kleine Schritte, die jeder von uns im Alltag vornehmen kann, um einen Beitrag zu positiven Veränderungen zu leisten.


In diesem Sinne kann ich nun sagen: Obwohl das Gespräch in kleinem Kreis stattfand, setzt es ein sehr wichtiges, positives Zeichen. Trotz des Gefühls der Hilflosigkeit im Hinblick auf Konflikte in der Welt können auch kleine Schritte etwas bewegen. 

Auf der einen Seite dürfen wir als Menschen nicht wegschauen, denn insbesondere als Gruppe können wir uns für Frieden und gegen Gewalt und Verbrechen stärker einsetzen. 

Auf der anderen Seite sollten wir uns als Menschen begegnen, denn ein Staatsoberhaupt ist nicht repräsentativ für die Bevölkerung, genauso wenig wie es Herkunft, Erscheinungsbild oder Religionszugehörigkeit für den Wert eines Menschen sind. 

 
 
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